Vom Lindenbaum und der Tanne
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Ein Lindenbaum recht traurig war,
verfluchte seine Blätter gar,
weil was dort an den Ästen hing,
ihm viel zu oft verloren ging.
Wollt gern der Tanne Liebling sein,
doch fiel ihm keine Lösung ein,
denn trug dafür kein Nadelkleid,
blieb wechselhaft nach Jahreszeit.
Im Frühjahr er in Blüten stand,
was später mit dem Grün verschwand;
im Herbst die Scham am Rot sich mass,
wohl weil er nichts fürn Schnee besass.
Doch seit er von dem Wind vernahm,
wie gut das bei der Tann‘ ankam,
wie sehr sie diesen Wandel mag,
strahlt er nun wieder, Tag für Tag!