Schmetterlingseffekt

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Es lächelt die Sonne,

es glitzert das Meer.

Ein Lüftlein, ein laues,

kommt zaghaft daher.

 

Ein Falter am Strande

fliegt fröhlich hinein.

Sein Tanz mit der Brise,

ein heitrer, setzt ein.

 

Die zartgelben Flügel

erstrahlen im Licht,

beim Spiel mit dem Winde,

das Spannung verspricht.

 

Hinein in das Lüftchen,

dann wieder hinaus,

mal rauf und mal runter,

so schön sieht es aus.

 

Des Falters Gebaren

nichts Böses bezweckt

und doch nah der Dünen

den Hasen erschreckt.

 

Springt auf und schlägt Haken,

prescht vorwärts geschwind,

mit feurigen Augen

so schnell wie Wind.

 

Er sprintet zum Flusse,

vorbei an der Quell,

verängstigt ein Rehlein,

auch dieses ist schnell.

 

Sie fliehen gemeinsam

und niemand bricht ein, 

entdecken ein Waldstück

und laufen dort rein.

 

Der Ort, der scheint günstig,

beherrschbar die Lag,

doch dann stürmt ein Keiler,

denn dieser erschrak.

 

Er schiesst aus den Büschen

und reisst beide mit;

nun rennen sie alle,

nun sind sie zu dritt.

 

Die Pferde, die folgen,

die wiehern verstört.

Wird nur durch die Rinder,

die brülln, überhört.

 

Die zornige Meute

das Stadttor erreicht;

es schützte vor vielem,

doch jetzt fällt es leicht.

 

Das Tor wird zertrümmert,

die Stadt überrannt;

die Panik, die‘s auslöst,

setzt alles in Brand.

 

Am Anfang noch harmlos,

am Ende bizarr,

der Ausgang nach Stunden

ist tragisch fürwahr.

 

Nur nahe der Küste

noch Blumen gedeihn.

Sie tanzen so fröhlich,

der Wind lud sie ein.

 

Und über den Blüten,

als wär nichts passiert,

ein Falter, ein gelber,

das Tänzchen anführt.

 

Hinein in das Lüftchen,

dann wieder hinaus,

mal rauf und mal runter,

so schön sieht es aus!